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Fernseher
Drei bis vier Stunden schaut der durschnittliche Deutsche heutzutage pro Tag in die Fernseher Röhre – genauer gesagt in die braunsche Fernseher Röhre.
Denn schließlich war es ein gewisser Herr Ferdinand Braun der sie zusammen mit Jonathan Zenneck 1897 aus den vorangegangenen Ideen von Paul Nipkow – der deswegen heut als der Erfinder des Fernsehens gilt – entwickelte. Sie war die Basis für spätere Weiterentwicklungen, die schlussendlich zu der heute am weitesten verbreitenden Methode Bilder fürs Fernsehen darzustellen führte.
Bis in die späten 1920er Jahre bastelten verschiedene kluge Fernseher Köpfe mehr oder weniger erfolgreich weiter daran herum. Im Jahr 1928 kam es dann zu den ersten öffentlichen Fernseher Präsentationen von Fernsehübertragungen in Deutschland durch Dénes von Mihály und August Karolus. Dénes von Mihály versuchte auch sein Fernseher Gerät, Telehor genannt zu verkaufen. Das war allerdings aufgrund der beginnenden Weltwirtschaftskrise, den hohen Fernseher Gerätepreisen, schlechte Bildqualität und auch nur stundenweise vorhandenen Fernseher Versuchssendungen nicht besonders erfolgreich. Dennoch gilt das Jahr 1928 als das Startjahr des Fernsehens in Deutschland.
Bis 1937 konkurrierten mechanische Fernsehsysteme – bei dem die Fernseher Bildzerlegung und -zusammensetzung mechanisch erfolgte – mit elektronischem Fernsehen. Doch dann wurde das mechanische Fernsehen immer unwirtschaftlicher, bis sich schlussendlich das elektrische System durchsetzte.
In dem Jahr 1929 begann der Versuchssender Fernseher Witzleben erstmals regelmäßige Testsendungen. Es wurde eine erste deutsche Fernseh-Norm auf 30 Zeilen (entspricht 1200 Bildpunkten) bei 12,5 Bildwechseln pro Sekunde festgelegt. Im gleichen Jahr liefen auch die Weiterentwicklungen zum Tonempfang, allerdings begann der Sender Witzleben erst 1934 mit der Ausstrahlung von Fernsehprogrammen mit Ton.
Parallel zu den Entwicklungen in Deutschland waren auch in vielen anderen Ländern Ingenieure und Entwickler mit Basteleien am Fernsehgerät beschäftigt, so dass zu Beginn des Jahres 1951 in den USA bereits 10.000.000, in England 600.000 und in Frankreich 4.000 über Fernsehempfänger verfügten. Noch war der als „Flimmerkasten“ verspottete Fernseher allerdings keine Konkurrenz für den Rundfunk, das Programm war auf 2 Stunden pro Tag begrenzt.
Doch die Anzahl der Fernsehempfänger nahm in den laufenden Jahren rapide zu: 1952 gab es in den USA bereits 15 Mio. Geräte, in England 1,2 Mio. In der BRD gab es allerdings erst 300 Stück. Trotzdem wurde am 25. Dez. 1952 für diese Teilnehmer das Programm des Deutschen Fernsehens eröffnet. In den folgenden Jahren kauften immer mehr Leute einen Fernseher, der zu einem neuen Prestigeobjekt wurde. Der große Durchbruch gelang ihm in der BRD 1959. Mit rund 5.000 täglich verkauften Geräten wurde er zu einem einflussreichen Massenmedium in der Bundesrepublik. Im Jahr 1960 besaßen 4 Mio. Menschen in der BRD einen Fernseher; weltweit gab es mehr als 100. Mio Fernsehteilnehmer in 26 Ländern.
Nun begann ein erbitterte FernseherKampf zwischen Hörfunk und Fernsehen um die größere Beliebtheit bei den Massen. Anfang der -60er Jahre erlebte der Hörfunk seine stärkste Verbreitung, da es nun aufgrund des Transistors möglich war leichte Geräte für Fernseher Auto-, Reise- und Kofferradios zu bauen. Doch auch die Beliebtheit des Fernsehens stieg, pro Jahr wuchs die Zuschauerzahl um ca. 20%. Mit technischen Neuerungen, wie dem Zweikanalton und Programmerweiterungen, wie den Fernseher Verkehrsfunk, versuchte der Hörfunk dem immer attraktiver werdenden Programm des Fernsehens entgegen zu wirken. Doch der Fernseher wollte keinesfalls rückstecken und so folgte 1967 die Einführung des Farbfernsehens in der Fernseher BRD. Zunächst entwickelten sich unterschiedliche Fernseher Farbfernsehsysteme in verschiedenen Fernseher Ländern, bis sich einige Länder auf einheitliche Verfahren einigen konnten. 1972 wurden erstmals die Olympischen Spiele aus München live und in Farbe weltweit über Satellit übertragen.
Nun nahmen die Entwicklungen ihren Lauf: Ultraschallfernbedienung, Satellitenfernsehen, Kabelfernsehen, Videorekorder, Teletext, DVD, Digitalisierung, Plasmafernseher…. – wer weiß wie der beliebteste Freund des Menschen in 30 Jahren aussehen wird!?



